Neues aus Boxberg
SuedLink: Information zu den baulichen Maßnahmen in der Stadt Boxberg

Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW plant den Bau der erdverlegten Gleichstrom-Verbindung SuedLink für den Abschnitt E2 (Landesgrenze zu Bayern bis Bad Friedrichshall). Der Bau geht in Kürze in die nächste Phase. Während der Kabelschwertransporte, dem Kabeleinzug und der Vermuffung kann es - teilweise auch kurzfristig - zu Beeinträchtigungen wie Lärm- und Staubemissionen sowie Verkehrsbehinderungen kommen.
In der Stadt Boxberg startet in Kürze die dritte Bauphase:
- die Kabelschwertransporte und der Kabeleinzug sowie
- die Vermuffung der Kabel
Die Trasse von SuedLink verläuft in der Stadt Boxberg westlich von Kupprichhausen und Uiffingen, über weite Strecken nahe der bestehenden Freileitung.
Der Verlauf der Trasse, die Kabelschwerlastrouten auf der letzten Meile zu den Kabelabspulstandorten und die Standorte der Muffengruben können detailliert unter suedlink.com/id-w eingesehen werden.
Kabelschwertransport
Die Kabelschwerlasttransporte in die Stadt Boxberg beginnen jeweils im Kabelzwischenlager in Kitzingen oder Heilbronn. Hier lagern die ca. 2km langen Kabel, welche vom Hersteller NKT in Köln produziert werden. Ab dem Kabelzwischenlager werden die Kabel mit Schwerlastentransporten größtenteils über die Autobahn A81, von dort weiter über Landesstraßen und schließlich über aufgerüstete Schwerlaststraßen in den Kommunen zu den Kabelabspulstandorten auf der SuedLink Trasse transportiert. In der Stadt Boxberg sind das Ziel des Schwerlasttransports die Kabelabspulstandorte an der L579, östlich der A81 zwischen Ahronhof und Kupprichhausen sowie östlich der A81, zwischen Lüßleteich und Uiffinger Straße.
Das Transportfahrzeug und die Kabelspule können zusammen bis zu 179 Tonnen wiegen. Die große Anzahl der Achsen verteilt die Lasten jedoch gleichmäßig, sodass die festgelegte Achslast (12 Tonnen) eingehalten werden.
Für den Straßentransport stehen drei unterschiedliche Transportkombinationen zur Verfügung. In der Regel kommen sogenannte Kesselbrücken mit einer Länge von bis zu 42 Metern zum Einsatz. Aufgrund ihrer vergleichsweisen geringen Höhe ermöglichen sie die problemlose Durchfahrt unter den meisten Autobahnbrücken. Idealerweise erfolgt der Transport mit diesen Fahrzeugen direkt vom Kabelzwischenlager bis zum Abspulplatz.
Alternativ stehen zwei weitere Fahrzeugkombinationen zur Verfügung: Falls erforderlich, können wir von Kesselbrücken auf Plateaufahrzeuge mit einer Länge von 25 Metern umladen. Diese zeichnen sich durch eine höhere Wendigkeit aus und sind insbesondere für enge Kurvenradien geeignet. Aufgrund ihrer größeren Bauhöhe ist jedoch die Durchfahrt unter vielen Brücken nicht möglich.
Für den Transport auf der sogenannten „letzten Meile“ können ebenfalls Selbstfahrer, sogenannte Self-Propelled Modular Transporter (SPMT), eingesetzt werden. Diese verfügen über kein eigenes Fahrerhaus, sondern werden ferngesteuert bedient. Mit 10 bis 14 Achsen ausgestattet, ermöglichen sie eine hohe Manövrierfähigkeit – einschließlich Vorwärts-, Rückwärts- und Seitwärtsbewegungen – und sind in der Lage, auch größere Steigungen zu überwinden.
Auf der letzten Meile fährt der Schwerlasttransporter zu den Kabelabspulstandorten. Für die Stabilität der Zuwegungen legen wir vorübergehend asphaltierte Straßen an. Der Zustand der Straßen wird grundsätzlich vor und nach dem Transport dokumentiert. So können später mögliche Schäden durch den Transport festgehalten und repariert werden. Nach Abschluss aller Arbeiten werden die Straßen wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.
Die Schwerlasttransporte finden nur in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr statt, um Verkehrsbeeinträchtigungen zu minimieren und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.
Kabeleinzug
Über Kabelspulen auf den Schwerlasttransportern werden die Kabel vor Ort abgespult und in die zuvor installierten Kabelschutzrohre eingezogen. Ein Kabelabspulstandort wird im Regelfall insgesamt vier Mal von einem Schwerlasttransporter angefahren, um die SuedLink-Kabel einzuziehen.
Vermuffung
Die Kabelenden werden mithilfe sogenannter Kabelmuffen verbunden. Vor dem vorgesehenen Kabeleinzug wird die Muffengrube erstellt und die Kabelleerrohranlage am Ende wieder freigelegt. In den Muffengruben werden Schutzcontainer für die Montage der Muffen aufgestellt und die Kabel nach Einzug miteinander verbunden. Anschließend wird die Erde schichtweise rückverfüllt. Die Muffen sind nach der Verlegung nicht mehr sichtbar.
Informationen über den Bauablauf in der Stadt Boxberg
•Bauvorbereitung und -logistik
•Baudurchführung, Installation von Schutzrohren sowie Rückverfüllung
•Kabelschwertransport, Kabeleinzug, Vermuffung
•Rekultivierung und Zwischenbewirtschaftung
Ablaufschema für den Bauverlauf
Bei Interesse an unserem SuedLink Bau-Newsletter für Baden-Württemberg, melden Sie sich gerne über die Anmeldemaske unter: suedlink.com/id-n
Kontakt für Rückfragen
Für Fragen und Mitteilungen zur Durchführung der bauvorbereitenden Maßnahmen stehen Mitarbeitende der TransnetBW GmbH zur Verfügung:
TransnetBW GmbH
Tel.: Telefonnummer: 0800 380 470-1
E-Mail: suedlink(@)transnetbw.de
SuedLink: Information zu den baulichen Maßnahmen in der Stadt Boxberg (PDF)
TenneT ist bei SuedLink für den nördlichen Trassenabschnitt und die Konverter in Schleswig-Holstein und Bayern zuständig. In den Zuständigkeitsbereich von TransnetBW fallen der südliche Trassenabschnitt und der Konverter in Baden-Württemberg.
